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E-Commerce WMS: So vereinfacht Descartes pixi konkrete Lagerprozesse

Erstellt: 22.10.2026   Lesedauer: 6 Minuten

Mitarbeitender im Versandlager
Inhaltsverzeichnis
  1. Key Takeaways
  2. Mobile Ship-Out: Versandetiketten dort drucken, wo der Artikel gepickt wird
  3. Verpackungseinheiten in pixi: Gebinde direkt im Lagerprozess erfassen
  4. High Volume 1-Scan-Shipping: Viele Ein-Artikel-Sendungen in einem Durchgang bearbeiten
  5. Weitere Produktverbesserungen in pixi 26.08 und 26.09
  6. Welche Funktion passt zu welchem Prozessproblem?
  7. Mit den pixi Releases konkrete Lagerprozesse vereinfachen
  8. FAQ

Key Takeaways

  • pixi 26.08 und 26.09 erweitern konkrete Abläufe in Kommissionierung, Versand, Wareneingang und Einkauf.
  • Mobile Ship-Out verlagert den Etikettendruck für geeignete, versandfertige Artikel direkt an den Lagerplatz und reduziert unnötige Wege.
  • Logistische Verpackungseinheiten vereinfachen die Erfassung von Gebinden im Wareneingang und beim Picken.
  • Weitere Produktverbesserungen betreffen unter anderem zusätzliche Sprachen, UDI-Barcodes, Lieferantenbestellungen und Druck-Regeln in der Web-Oberfläche.

Ein E-Commerce WMS, also ein Warehouse Management System (WMS) für den Onlinehandel, entfaltet seinen Wert, wenn es konkrete Arbeitsschritte im Lager vereinfacht. Bei pixi 26.08 und 26.09 steht deshalb im Mittelpunkt, wo Ihr Team weniger bewegen, rechnen, suchen oder Arbeitsschritte wiederholen muss.

Die Releases adressieren mehrere typische Situationen im B2C-E-Commerce: bereits versandfertige Großartikel, regelmäßig gepickte oder angelieferte Gebinde, hohe Mengen identischer Ein-Artikel-Aufträge sowie Anforderungen an mehrsprachige Bedienung und transparentere Lieferantenbestellungen.

Die vollständigen technischen Änderungen und Hinweise finden Sie in den offiziellen Release Notes zu pixi 26.08 und den Release Notes zu pixi 26.09.

Mobile Ship-Out: Versandetiketten dort drucken, wo der Artikel gepickt wird

Versandfertig verpackte, schwere oder sperrige Artikel werden häufig nur deshalb zum Packplatz bewegt, weil dort das Versandetikett gedruckt wird. Mobile Ship-Out setzt genau an diesem Prozessschritt an und verlagert den Etikettendruck direkt an den Lagerplatz.

So bildet pixi den Prozess ab

  • Geeignete Artikel werden mit dem Artikel-Tag „Mobile Ship-Out“ gekennzeichnet.
  • In pixi Mobile wird ein Versandplatz mit mobilem Etikettendrucker konfiguriert.
  • In den Picklisten-Einstellungen wird die Funktion aktiviert.
  • Beim Picken eines gekennzeichneten Artikels wird das Versandetikett direkt ausgegeben.

Damit verkürzt sich der Ablauf von „picken, zum Packplatz transportieren, erneut bearbeiten und etikettieren“ zu „picken, etikettieren und zur Verladung bereitstellen“. Der Nutzen entsteht, weil Artikelkennzeichnung, mobiler Lagerprozess und Etikettendruck in einem Ablauf zusammenkommen.

Produktdetails und weitere Änderungen dieses Releases: pixi 26.08 Release Notes.

Für welche Artikel ist die Funktion besonders relevant?

  • Artikel in versandfähiger Eigenverpackung sind ein typisches Einsatzszenario.
  • Produkte, die nicht mit weiteren Positionen konsolidiert werden müssen, passen zu diesem Ablauf.
  • Bei schweren oder sperrigen Artikeln fällt der vermiedene Transport zum Packplatz besonders ins Gewicht.
  • Artikel, bei denen der Packplatzschritt überwiegend dem Etikettieren dient, sind ein weiteres Einsatzszenario.

Prüfen Sie vor der Aktivierung die Versandfähigkeit, mögliche Ausnahmen, Qualitätsprüfungen, Mehrpositionsaufträge und die betriebliche Platzierung des mobilen Druckers.

Lagermitarbeiter scannt Artikel mit mobilem Handscanner am Regal

Verpackungseinheiten in pixi: Gebinde direkt im Lagerprozess erfassen

Verpackungseinheiten waren in pixi bereits im Einkauf relevant. Mit pixi 26.09 lassen sie sich auch in logistischen Abläufen nutzen, insbesondere im Wareneingang und beim Picken von Gebinden.

Was Mitarbeitende in pixi Mobile auswählen können

Über eine Umschaltoption wählen Mitarbeitende, ob sie die Anzahl der Verpackungseinheiten oder die Gesamtstückzahl der enthaltenen Einzelartikel eingeben. Enthält ein Karton zwölf Einzelartikel, lassen sich zum Beispiel acht Kartons erfassen und als 96 Einzelartikel verarbeiten.

Damit verbindet die Lösung die im System hinterlegte Verpackungseinheit mit dem operativen Erfassungsprozess. Das hilft, wiederkehrendes Kopfrechnen und zusätzliche manuelle Kontrollen zu reduzieren. Voraussetzung sind korrekt gepflegte Artikel- und Verpackungsstammdaten.

Technische Einordnung und weitere Funktionen: pixi 26.09 Release Notes.

High Volume 1-Scan-Shipping: Viele Ein-Artikel-Sendungen in einem Durchgang bearbeiten

Wenn viele Aufträge denselben Artikel jeweils in Menge eins enthalten, wiederholen sich dieselben Scan- und Etikettierschritte sehr häufig. High Volume 1-Scan-Shipping erkennt die Anzahl der entsprechenden Bestellungen auf der Pickliste und druckt die benötigten Versandetiketten in einem Durchgang.

Das ist besonders vor Black Week, im Weihnachtsgeschäft, bei Produkt-Drops, Vorbestellaktionen oder saisonalen Kampagnen relevant. Die Funktion ergänzt die Picklistenverarbeitung um einen spezialisierten Ablauf für hohe Mengen gleichartiger Sendungen.

Nicht jeder Ein-Artikel-Auftrag ist automatisch geeignet. Prüfen Sie vor dem Einsatz Versandart, Verpackung, Qualitätskontrollen und mögliche Sonderfälle.

Weitere Produktverbesserungen in pixi 26.08 und 26.09

Neben den drei zentralen Anwendungsszenarien enthalten die Releases weitere Funktionen, die je nach Lager- und Unternehmenskontext relevant sind.

Zusätzliche Sprachen in den Web- und Mobile-Oberflächen

Die Oberflächen sind zusätzlich auf Italienisch, Polnisch, Rumänisch und Litauisch verfügbar. Damit stehen mehrsprachigen Teams weitere Sprachoptionen für die operative Nutzung zur Verfügung. Schulungsunterlagen und Arbeitsanweisungen sollten unabhängig davon in den benötigten Sprachen bereitgestellt werden.

UDI-Barcodes gemeinsam einlesen

Das WMS kann Artikelnummer, Chargennummer und Mindesthaltbarkeitsdatum aus einem UDI-Barcode gemeinsam einlesen. Die Funktion richtet sich an entsprechende Artikel- und Erfassungsprozesse. Regulatorische Eignung und Validierungsanforderungen sind separat zu prüfen.

Mehr Informationen in Lieferantenbestellungen

Eine neue Spalte zeigt den Artikel-Typ in der Lieferantenbestellung. Der CSV-Export enthält außerdem die bereits gelieferte Menge. Dadurch stehen zusätzliche Produktinformationen für die Bewertung von Bundles, Rückständen und Folgeaufträgen zur Verfügung.

Druck-Regeln für externe Dokumente in der Web-Oberfläche

Druck-Regeln für externe Dokumente per URL lassen sich nun auch in der Web-Oberfläche konfigurieren. Damit steht eine zuvor desktopbezogene Konfigurationsmöglichkeit zusätzlich im pixi Web zur Verfügung.

Eine vollständige Übersicht finden Sie in den Release Notes zu pixi 26.08 und den Release Notes zu pixi 26.09.

Welche Funktion passt zu welchem Prozessproblem?

Prozessproblem Funktion Konkrete Prozessänderung Vor Nutzung prüfen
Versandfertige Artikel werden unnötig bewegt Mobile Ship-Out Etikettendruck beim Pick am Lagerplatz Versandfähigkeit, Ausnahmen, Druckprozess
Gebinde werden manuell umgerechnet Verpackungseinheiten Erfassung als Verpackungseinheit oder Einzelstückzahl Stammdaten und abweichende Gebindegrößen
Viele identische Menge-1-Aufträge High Volume 1-Scan-Shipping Mehrere Versandetiketten in einem Durchgang Versandart, Kontrolle, Sonderfälle
Mehrsprachige Bedienung erforderlich Zusätzliche Oberflächensprachen pixi Web und pixi Mobile in weiteren Sprachen Prozess- und Schulungsunterlagen
Offene Liefermengen schwer auswertbar CSV-Export mit gelieferter Menge Zusätzliche Information für die Weiterverarbeitung Einbindung in Einkaufsprozess

Mit den pixi Releases konkrete Lagerprozesse vereinfachen

Die Releases pixi 26.08 und 26.09 setzen dort an, wo im Lageralltag unnötige Wege, manuelle Berechnungen oder wiederkehrende Arbeitsschritte entstehen. Die neuen Funktionen ergänzen bestehende WMS-Prozesse gezielt und stellen relevante Informationen unmittelbar im jeweiligen Ablauf bereit.

Der praktische Nutzen hängt vor allem davon ab, wo die Funktionen in Ihrem Lagerprozess ansetzen. Prüfen Sie, wo Ihr Team Artikel unnötig bewegt, Gebindemengen manuell umrechnet oder identische Versandvorgänge einzeln bearbeitet. So erkennen Sie, welche neuen und bestehenden Funktionen von pixi Ihre Lagerprozesse sinnvoll unterstützen.

FAQ

Mobile Ship-Out ermöglicht für entsprechend gekennzeichnete Artikel den Versandetikettendruck direkt beim Picken. Dafür werden ein Artikel-Tag, ein Versandplatz mit mobilem Etikettendrucker und die entsprechende Picklisten-Einstellung verwendet.

Mitarbeitende können auswählen, ob sie die Anzahl der Verpackungseinheiten oder die Gesamtstückzahl der Einzelartikel eingeben. Die Verarbeitung basiert auf der im System hinterlegten Verpackungseinheit.

Die vollständigen technischen Informationen stehen in den offiziellen Release Notes zu pixi 26.08 und pixi 26.09.

pixi 26.08 | pixi 26.09

Bei vielen Bestellungen desselben Artikels mit Menge eins ist High Volume 1-Scan-Shipping besonders relevant. Prüfen Sie vor dem Einsatz, ob Versandart, Verpackung, Qualitätskontrollen und mögliche Sonderfälle zu diesem Ablauf passen.