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5 Lager-KPIs, die ihr im Blick haben solltet

Erstellt: 31.01.2024   Aktualisiert: 27.04.2026   Lesedauer: 7 Minuten

Wenn man euch die Frage stellen würde: „Hattet ihr einen guten Tag im Lager?", wie würdet ihr diese Frage wohl beantworten? Die Verfolgung spezifischer Lager-Kennzahlen, auch Key Performance Indicators (KPIs) genannt, ist entscheidend, um einen „Puls-Check" darüber zu behalten, wie effektiv euer Betrieb arbeitet. Es hilft auch, wenn ihr unterdurchschnittlich abschneidet, um schnell Maßnahmen ergreifen zu können, oder wenn ihr überdurchschnittlich abschneidet, um zu verstehen, wie das möglich ist. 

5 Lager-KPIs, die ihr im Blick haben solltet

Key Takeaways

  • Lager-KPIs geben euch Klarheit darüber, ob eure Prozesse wirklich skalierbar sind oder euch langfristig ausbremsen.
  • Die Kombination aus Leistungs-, Qualitäts- und Bestandskennzahlen zeigt euch nicht nur Probleme, sondern auch deren Ursachen.
  • Kleine Abweichungen bei Kennzahlen wie Kommissioniergenauigkeit oder Fehlversandquote haben direkte Auswirkungen auf Kosten und Kundenzufriedenheit.
  • Wer seine KPIs regelmäßig misst und versteht, kann schneller reagieren und gezielt optimieren, statt nur auf Probleme zu reagieren.
  • Transparente Kennzahlen schaffen eine Grundlage, um Teams besser zu steuern, Leistungen fair zu bewerten und Wachstum planbar zu machen.

Die 5 zentralen Lager-Kennzahlen für euer E-Commerce Business

Ohne die Kenntnis eurer Benchmarks für die folgenden statistischen Werte kann es knifflig sein, euren Betrieb proaktiv auf Wachstum auszurichten.

Diese 5 Lager-KPIs solltet ihr im Blick haben:

  1. Versandmenge pro Tag durch Lagermitarbeiter im Vergleich zum Ziel
  2. Wareneingangseffizienz
  3. Kommissioniergenauigkeit
  4. Lagerumschlag
  5. Anzahl der Fehlsendungen

1. Versandmenge pro Tag durch Lagermitarbeiter im Vergleich zum Ziel

Wie viele Pakete möchtet ihr pro Tag und pro Lagerarbeiter versenden? Wenn ihr einen genauen und aktuellen Überblick darüber habt, könnt ihr in Echtzeit handeln, wenn ihr unter oder über dem Zielwert liegt. Es ermöglicht euch, die besten Mitarbeiter zu befördern oder zu belohnen, wenn sie die Zielvorgaben übertreffen. Außerdem könnt ihr auf diese Weise leicht einschätzen, wie euer Tag verläuft – eine Kennzahl, die ein Lagerleiter immer zur Hand haben sollte.

Flexibilität bei den Kommissionierstrategien kann eine Geheimwaffe für mehr Effizienz sein. Durch den Einsatz verschiedener Kommissionierarten und die Änderung der Einrichtung des Lagers selbst könnt ihr eure Arbeitsabläufe auf die Anforderungen eures Unternehmens, die Wünsche eurer Kunden und Produkttypen abstimmen. So kann beispielsweise die einstufige Kommissionierung (auch genannt „Rollende Kommissionierung“ bzw. „pick2box“ oder „pick2tote“-Verfahren) sehr effektiv sein, wenn ihr einen großen Anteil kleinerer Aufträge mit mehreren Artikeln erhaltet.

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Kommissionieren / Picken mit pixi Mobile

2. Wareneingangseffizienz

Wie effizient seid ihr bei der Entgegennahme von Lieferungen und deren Bereitstellung für die Kommissionierung und den Verkauf? Es gibt viele Möglichkeiten, dies zu messen – eine einfache Möglichkeit ist jedoch die benötigte Zeit: Die Zeit, die vom Empfang und Scannen der Lieferung bis zur Bereitstellung des Artikels am richtigen Ort in eurem Lager (und in eurem Online-Shopsystem!) vergeht. Es ist wichtig zu verstehen, dass euer Wareneingangsprozess einen deutlichen Einfluss auf eventuelle Bestandsprobleme haben kann.

3. Kommissioniergenauigkeit

Die Kommissioniergenauigkeit ist ein Messwert dafür, wie oft die Mitarbeiter in einem Lager die richtigen Artikel aus dem Bestand auswählen und entnehmen. Eine hohe Kommissioniergenauigkeit bedeutet, dass die Mitarbeiter stets die richtigen Produkte auswählen, was zu einer genauen Auftragserfüllung und Kundenzufriedenheit führt. Umgekehrt kann eine geringe Kommissioniergenauigkeit zu Fehlern, Verzögerungen und unzufriedenen Kunden führen. Dieser Lager-KPI ist besonders wichtig im E-Commerce, wo eine präzise Auftragsabwicklung für ein positives Kundenerlebnis unerlässlich ist. Ein guter Wert sollte bei 99 % liegen – alles darunter kann zu 1-Stern-Bewertungen führen.

Mehr über die 10 häufigsten Probleme bei der Kommissionierung und wie ihr diese lösen könnt, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag.

4. Lagerumschlag

Lagerumschlag = Durchschnittlicher Lagerwert / Herstellkosten des Umsatzes (English: „Costs of Goods Sold“ = COGS)

Euer Lager spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, euren Lagerumschlag über das ganze Jahr hinweg auf einem optimalen Wert zu halten. Die Benchmarks für die Umschlagshäufigkeit variieren je nach Branche und Teilsektor sehr stark – wenn ihr jedoch eure Umschlagshäufigkeit im Auge behaltet und Jahr für Jahr Verbesserungen anstrebt, seid ihr bestens gerüstet. Wenn ihr wisst, was genau sich in eurem Lager befindet, wie lange es dort lagert und wo es sich befindet, können eure Vertriebs- und Marketingteams Kampagnen und Initiativen entwickeln, um den langsamen Bestand zu bewegen.

Mit einem scannerbasierten WMS gehen Fehlsendungen gegen null.

5. Anzahl der Fehlsendungen

Versendet ihr die richtigen Artikel an die richtigen Kunden? Wie viele von 100 Bestellungen gehen an die falschen Kunden oder enthalten die falschen Artikel? Dies ist eure Fehlversandquote. Dieser Wert sollte immer unter 1 % liegen, da er sich positiv auf die Rentabilität, die Kundenzufriedenheit und die Markenbekanntheit auswirkt – alles wichtige Faktoren für das Wachstum eures Unternehmens. Die Anzahl an Fehlsendungen ist also ein Spätindikator dafür, wie optimiert eure Lagerprozesse und -einrichtungen sind, denn er bezieht sich auf bereits vergangene Ereignisse.

Ergänzend: Einarbeitungszeit des Personals

Das Hoch- und Herunterskalieren des Lagerpersonals während Spitzenzeiten kann eine mühsame Aufgabe sein. Die Verwendung von Technologie kann den Bedarf an temporären Arbeitskräften verringern, aber manchmal sind sie notwendig. Die Berechnung, wie lange es dauert, bis ein neuer Mitarbeiter nach Betreten des Lagers Aufträge vollumfänglich und effizient kommissionieren und verpacken kann, stellt einen hilfreichen Indikator für alle oben genannten Lager-KPIs dar.

Seht euch im Video-Interview mit Frogcoffee.de an, welche zentrale Rolle Descartes pixi bei der Strukturierung und Skalierbarkeit der Abläufe spielt und wie der Kaffee-Spezialist mit der Lagerlogistik-Lösung seine Peaks erfolgreich abwickelt:

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1.000-5.000 Pakete am Tag: Frogcoffee.de’s Erfolgsformel mit Descartes pixi WMS

Fazit: Mit den richtigen KPIs euer Lager gezielt steuern

Die richtigen Lager-KPIs helfen euch, den Überblick zu behalten und fundierte Entscheidungen zu treffen. Statt nur auf Probleme zu reagieren, könnt ihr aktiv steuern, Prozesse verbessern und euer Wachstum gezielt unterstützen. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem funktionierenden Lager und einem wirklich skalierbaren Betrieb.

Wenn ihr eure Kennzahlen nicht nur messen, sondern auch nachhaltig verbessern möchtet, lohnt sich ein Blick auf die passende Technologie.

FAQ

Die wichtigsten Lager-KPIs sind Kennzahlen, die direkt zeigen, wie effizient und skalierbar eure Prozesse sind. Dazu gehören unter anderem Versandleistung pro Mitarbeiter, Kommissioniergenauigkeit, Lagerumschlag und Fehlversandquote. Diese Werte helfen euch, Engpässe früh zu erkennen und fundierte Entscheidungen für Wachstum zu treffen.
Lager-KPIs sollten möglichst in Echtzeit oder zumindest täglich überwacht werden, damit ihr schnell auf Abweichungen reagieren könnt. Strategische Kennzahlen wie der Lagerumschlag können zusätzlich wöchentlich oder monatlich analysiert werden, um langfristige Trends zu erkennen und gezielt zu optimieren.
Technologie sorgt für Transparenz und reduziert manuelle Fehler in euren Prozessen. Ein scannerbasiertes Warehouse Management System (WMS) kann Abläufe standardisieren, die Produktivität steigern und die Fehlerrate deutlich senken. Das macht eure KPIs nicht nur messbarer, sondern auch aktiv steuerbar.
Eine hohe Fehlversandquote wirkt sich direkt auf Kosten, Kundenzufriedenheit und Markenwahrnehmung aus. Jeder falsch versendete Auftrag verursacht Mehraufwand im Kundenservice, zusätzliche Versandkosten und potenziell negative Bewertungen. Eine niedrige Quote ist daher ein klarer Indikator für stabile und zuverlässige Prozesse.
Kontinuierliche Verbesserung beginnt mit klaren Zielen und transparenten Kennzahlen. Wenn Teams ihre KPIs verstehen und regelmäßig überprüfen, können sie gezielt an Schwachstellen arbeiten. Ergänzend helfen Schulungen, optimierte Prozesse und der gezielte Einsatz von Technologie, um die Leistung nachhaltig zu steigern.

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